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Die Blumenfarm "Oserian" liegt an den Ufern des Naivasha-Sees, einem der höchstgelegenen Seen Ostafrikas. Der Name "Oserian" bedeutet "Ort des Friedens" in der Sprache der Massai. Insgesamt sind über 6000 Menschen auf der Blumenfarm beschäftigt. 90 % davon haben eine permanente Anstellung, etwa 10 % arbeiten saisonal auf der Blumenfarm.
Die Blumenfarm Oserian in Kenia
Plantage
Oserian Development Company LTD
Naivasha
Kenya
info@oserian.com
www.oserian.com
Hellen Anyango Osiago
Arbeiterin der Blumenfarm Oserian
"Die Fairtrade-Sozialprämie hat unser Bildungsniveau stark gehoben, meine drei Kinder konnten die Schule besuchen. Ich möchte den Käufern und Käuferinnen unserer Blumen danken und sie bitten, weiterhin Fairtrade-Rosen zu kaufen: Für sie ist es ein wunderbarer Strauß Rosen, für mich die Möglichkeit, meine Kinder zur Schule zu schicken."
Die FAIRTRADE-Standards schreiben die stetige Verbesserung sozialer und ökologischer Faktoren vor. Um diesen Anforderungen beizukommen werden auf "Oserian" viele Maßnahmen umgesetzt, die sich vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Umweltschutz auswirken.
Die medizinische Grundversorgung aller ArbeiterInnen ist auf der Blumenfarm gewährleistet. Im Jahr 2008 erhielten etwa 1000 ArbeiterInnen Schulungen in der sicheren Handhabung von Pestiziden und Kunstdüngern. In Notfällen stehen auf der Blumenfarm 150 Ersthelferinnen und Ersthelfer bereit, die von externen Beratern unterrichtet wurden und deren Erste-Hilfe-Ausrüstung internationalen Standards entspricht.
Für die Ausbildung und Betreuung der Kinder ist mit Grundschulen und Kindergärten gesorgt, die sich in direkter Nachbarschaft zur Blumenfarm befinden. Auch die Häuser der ArbeiterInnen befinden sich gleich neben der Farm, sie können diese zum Teil kostenlos bewohnen oder bekommen Mietzuschüsse.
Kleine und große Schritte zur Nachhaltigkeit
Um den FAIRTRADE-Umweltstandards nachzukommen werden auf "Oserian" viele Schritte gesetzt, die die positive Entwicklung in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise gewährleisten. Durch die Installation von Farb-, Licht- und Pheromonfallen beschreitet Oserian alternative und besonders nachhaltige Wege in der Schädlingsbekämpfung. Zusätzlich werden Insektennetze eingesetzt um die Blumen vor sogenannten Fransenflüglern zu schützen. Die Blumenfarm hat außerdem einen Fünfjahresplan im Bereich Umweltmanagement entwickelt, der darauf zielt, das Umweltbewusstsein zu steigern und den Energieverbrauch zu reduzieren. Alle recyclebaren Materialien werden auf der Farm wiederverwendet.
Soziale Gemeinschaftsprojekte
Neben den bereits vorgestellten Maßnahmen konnten auf Initiative der Arbeiterinnen und Arbeiter viele weitere Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen realisiert werden. Finanziert werden die Projekte aus den Mitteln der FAIRTRADE-Prämie, über deren Verwendung im sogenannten "Joint Body" demokratisch entschieden wird. Durch die Vergabe von Stipendien wird die Ausbildung von Jugendlichen gesichert, spezielle Förderungen werden an gehörlose Studierende vergeben. Auch die lokalen Schulen werden aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie unterstützt um die Qualität des Unterrichtes für die Kinder der ArbeiterInnen und der gesamten lokalen Gemeinschaft sicherzustellen.
Im Gesundheitsbereich wurde der Ankauf von Nahrungsergänzungsmitteln für HIV/AIDS infizierte Personen ermöglicht, am Welt-Aids-Tag beschäftigen sich außerdem diverse Aktivitäten speziell mit Aufklärung und Bewusstseinsbildung zum Thema Aids. Aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie wurden außerdem Sessel und Bettwäsche für Kindergärten angeschafft. Finanziert wurde außerdem die Sicherstellung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser für benachbarte Gemeinden.
Fairtrade-Rose aus Kenia von der Blumenfarm Oserian
Diese Fairtrade-Rose stammt von der Blumenfarm Oserian am Naivasha-See im Norden Kenias. Direkt nach der Ernte werden die Rosen verpackt und von Nairobi aus per Flugzeug nach Europa geflogen. Dort werden Sie frisch angeschnitten, gewässert und im Kühlhaus gelagert. Transportsicher verpackt gelangen sie bereits am Folgetag in die Geschäfte.
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