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Produzenten

Coopercaju in Brasilien

Die Kleinbauernkooperative Coopercaju in Brasilien

Coopercaju wurde 1991 von ursprünglich 30 Familien gegründet, die Produktion, Vermarktung, Qualitätssicherung, Transport und Verpackung der Cashewkerne gemeinsam vorantreiben wollten. Die Genossenschaft – die inzwischen landesweit als Modellbetrieb gilt – zählt heute 176 Mitglieder.

Cashewnuesse

Die Kleinbauernkooperative Coopercaju in Brasilien

 

Brasilien ist das Land mit der weltweit höchsten Besitzkonzentration. 44% der Bevölkerung verfügen über nur 1% des fruchtbaren Bodens. Besonders prekär ist die Situation im unterentwickelten Nordosten Brasiliens. Verstärkt wird die schwierige wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung durch die vorherrschende Trockenheit, die immer mehr Menschen zur Aufgabe ihrer Landwirtschaft und Abwanderung in die ständig wachsenden Ballungszentren zwingt.
 
Bereits 1971 wurde auf Betreiben des Gouverneurs von den GroßgrundbesitzerInnen ungenütztes Land aufgekauft und an landlose WanderarbeiterInnen weitergegeben. Doch die fehlende staatliche Unterstützung und die widrigen klimatischen Bedingungen verhinderten über lange Jahre den Erfolg der Initiative. 1984 wurde ein neuer Versuch gestartet. Als federführend erwies sich die AACC-RN in enger Zusammenarbeit mit zwei Schweizer Solidaritätsgruppen und der Schweizer Fair-Handels-Organisation Claro.

 

AACC-RN – Vereinigung zur Unterstützung ländlicher Gemeinden in Rio Grande do Norte

Erklärtes Ziel der AACC-RN, einer 1985 gegründeten brasilianischen NGO, ist die Förderung der eigenverantwortlichen Entwicklung. Die Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitssituation, sowie die Organisation von Gruppen, Förderung des Biolandbaus und die Schaffung von Einkommen sind ihre vorrangigen Anliegen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Belange der Frauen und Kinder gelegt. Die AACC-RN ist zugleich Sprachrohr der betroffenen Menschen gegenüber den Behörden. Ziel ist es die organisierten BäuerInnen Schritt um Schritt in die Selbständigkeit zu begleiten. Die AACC-RN fördert u. a. die Cashewproduktion auf verschiedenen Ebenen. So wird neben der Vermarktung der Nüsse auch produktionstechnische Beratung geboten.

 

Coopercaju

Eine der von der AACC-RN unterstützten Gruppen ist die Kooperative Coopercaju, von der der Faire Handel die Cashewnüsse bezieht. Coopercaju wurde im Jahr 1991 gegründet. Noch im gleichen Jahr hat Coopercaju den Kontakt zur Schweizer Fair-Handels-Organisation Claro aufgenommen, die die Gruppe seither intensiv bei der Vermarktung und Qualitätssicherung unterstützt. 2003 nahm Coopercaju an der internationalen Lebensmittelmesse in Sao Paolo teil. 2006 hat Coopercaju die Exportabwicklung eigenständig übernommen. Einer der größten Erfolge der Kooperative ist sicherlich, die Tatsache, dass aufgrund der verbesserten Einkommens- und Lebenssituation die Landflucht unter den ProduzentInnen gestoppt werden konnte. Es gibt sogar Fälle, in denen bereits abgewanderte Leute wieder zurückkehren und die Produktion neuerlich aufnehmen.

 

Die ProduzentInnen

Die über 170 Mitgliedsfamilien von Coopercaju besitzen dank der in den 1970er Jahren durchgeführten Landreform bis zu 50 ha Land. 25 ha des Landes müssen sie ungenützt lassen. Auf ca. 15 ha gedeihen Cashewbäume. Die restlichen 10 ha dienen dem Anbau von Subsistenzprodukten für den lokalen Markt (Maniok, Bohnen, Gemüse, Mais). Die Cashewbäume gedeihen selbst unter schlechtesten Bedingungen und sind so eine wichtige Einkommensquelle für die KleinbäuerInnen in dieser trockenen Region. Die jährliche Ernte einer Familie an Cashew-Kernen ergibt ca. 1,5 t. Die Ernte erfolgt von September bis Jänner. Während der restlichen Zeit werden die Rohnüsse in den Familien selbst verarbeitet (getrocknet, erhitzt, der Kern ausgelöst und geröstet). 54 ProduzentInnen verfügen heute über ein Bio-Zertifikat, aber auch die restliche Produktion erfolgt ohne Einsatz chemischer Mittel, das heißt im naturnahen Anbau.
 
Informationen zur Verfügung gestellt von

EZA Fairer Handel GmbH