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Die Kaffee-Kooperative COMSA

Hervorragende Böden und ein gemäßigtes Klima im Hochgebirge Honduras verleihen den Kaffeebohnen von COMSA ihr unverwechselbares Aroma. Allerdings verhinderten unzureichende Infrastruktur und mangelnde Aufbereitungsanlagen, dass die Kaffeeproduzenten ihre Ernte exportieren konnten. Als sie sich vor einigen Jahren zusammenschlossen und von Fairtrade zertifizieren ließen, entstanden neue Absatzmärkte und die langwierige Umstellung auf Bioanbau wurde erfolgreich gemeistert.

Kaffee-Kooperative COMSA - Logo

Die Kaffee-Kooperative COMSA

Kleinbauer

Café Orgánico Marcala S.A.
Barrio La Victoria
Marcala La Paz
Honduras

Die Café Orgánico Marcala S.A. (COMSA)

 

Nicht nur der Kaffe bei COMSA ist besonders - auch die rechtlichen Strukturen sind ungewöhnlich: COMSA ist keine Kooperative im herkömmlichen Sinne, sondern eine demokratische Aktiengesellschaft. Als die Kaffeeproduzenten 2004 beschlossen, gemeinsam ihre Ernte zu vertreiben, gingen parallel viele Kooperativen in der Umgebung durch Korruption oder fehlende Kenntnisse Konkurs und lösten sich auf. Daher entschied sich COMSA für die Rechtsform einer demokratischen Aktiengesellschaft: Alle Mitglieder müssen die für die Fairtrade- und Bio-Zertifizierung erforderlichen Kriterien erfüllen und mindestens über eine COMSA-Aktie á 100 lempiras - entspricht etwa 4 Euro – verfügen. Unabhängig vom Aktienanteil hat aber jedes Mitglied nur eine Stimme, so dass COMSA de facto wie eine Kooperative funktioniert.

Comsa - Versammlung
 

Heute umfasst COMSA ca. 310 Kaffeeproduzenten mit einer jährlichen Produktionsmenge von rund 700 Tonnen Rohkaffee. Anfangs waren es lediglich 62 Mitglieder. Der höhere Preis, die Fairtrade-Prämie und die Vorfinanzierung der Ernte waren entscheidende Argumente, dass weitere Kaffee-Kooperativen Mitglied bei COMSA wurden. Außerdem werden die Vorschläge und Bedürfnisse der Bauern und Bäuerinnen ernst genommen und können sich direkt in Gremien und Versammlungen einbringen und lernen in Schulungen, wie sie selbst natürliche und trotzdem wirkungsvolle Pestizide herstellen können.
 
Denn Fairtrade fördert die Umstellung auf Bioanbau ganz gezielt. Drei Jahre dauert es, bis eine Finca vollständig umgestellt ist und ohne chemische Zusätze auskommt. Erst nach dieser Zeit wird wieder die gleiche Menge Kaffee geerntet, die vor der Umstellung geerntet wurde – allerdings mit höheren Erträgen: Bio-Kaffee erzielt am Markt bessere Preise und Fairtrade zahlt zusätzlich 20 Cent pro Pfund Rohkaffee, um die ökologische Anbauweise gezielt zu fördern.

Kaffee-Kooperative COMSA - Landschaft
 

Die zusätzlichen Einnahmen aus der Fairtrade-Prämie wurden im letzten Jahr zur Verbesserung der Aufbereitungsanlage durch den Kauf mehrere Trockenöfen eingesetzt. Daneben investierte die Gesellschaft in die Verbesserung ihrer Administration. Ein weiterer Teil der Fairtrade-Pämie wurdedie Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen in der Umgebung der Kooperative investiert. Rund 10 Prozent der Prämiengelder flossen bislang in Bildungsmaßnahmen für die Kooperativenmitglieder und deren Familien. Unterstützt wurden ebenso die örtliche Gruppe des Roten Kreuzes mit Geld für Medikamente und neue Reifen für die Fahrzeuge der Organisation. Auch die Reservestromversorgung eine benachbarten gynäkologischen Zentrums wurde finanziert.

Kaffee-Kooperative COMSA - Trocknung der Kaffeebohnen
 

Produkte dieser Produzenten-Organisation

MOUNT HAGEN Fairtrade Bio Instant Kaffee entkoffeiniert

Dieser Kaffee wird aus Kaffeebohnen hergestellt, die unter Fairtrade-Bedingungen von Bauern und Bäuerinnen aus Honduras, Peru und Papua-Neuguinea angebaut werden.

Mit dem Kauf dieses Produkts leisten Sie einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauernfamilien und zur Förderung des Umweltschutzes.

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