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Anapqui in Bolivien Produkte

Die Quinoa-Kooperative Anapqui in Bolivien

ANAPQUI ist der Zusammenschluss von mittlerweile 12 regionalen, Quinua produzierenden Genossenschaften um den „Salar de Uyuni“, einem ausgetrockneten Salzsee im Südosten Boliviens. Gegründet wurde Anapqui 1983 um die Abhängigkeit von den Zwischenhändlern zu beenden. Mit diesem Schritt sollte die Verarbeitung und Vermarktung von Quinua in die eigenen Hände genommen und die wirtschaftliche Situation der Quinua-ProduzentInnen verbessert werden.

anapqui_teaser

Die Quinoa-Kooperative Anapqui in Bolivien

Kleinbauer

„Während der Kolonialzeit wurde der Anbau von Quinua verboten. Später galt Quinua als billiges „Indiofutter“. Durch die Nachfrage des Fairen Handels sollte das Prestige dieses hochwertigen Lebensmittels in Bolivien gesteigert werden, um dieses Produkt auch auf dem heimischen Markt wieder besser verkaufen zu können.“
Quelle: Gepa

Anapqui
Altipiano Oruro
Bolivien

Tel.: 00591 2 2201434
Fax: 00591 2 2201434
anapqui@entelnet.bo

Die Quinua-Kooperative Anapqui in Bolivien

 

Quinua, einst als „Indiofutter“ verschmäht, erlebt eine neue Renaissance. Aufgrund seiner besonderen ernährungsphysiologischen Eigenschaften wird Quinua im Ausland immer stärker nachgefragt. Mit der Nachfrage im Ausland stieg auch die Anerkennung und Wertschätzung im Inland. Das war nicht immer so: Durch den Import von subventioniertem Billigweizen in den 1970er und 1980er Jahren war der Quinua-Anbau unrentabel geworden. Erst Anapqui konnte den Anbau von Quinua wieder ankurbeln, indem den ProduzentInnen höhere und von den lokalen Marktpreisen relativ unabhängige Preise garantiert wurden. Dies gelang vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Fairen Handel. Früher kaum verkäuflich, weil es jene anbauten, die es konsumierten, kann die Nachfrage heute kaum gedeckt werden. Die Anbaugebiete für Quinua werden immer weiter ausgedehnt.

 

Die Notwendigkeit nachhaltiger Anbaumethoden

Die Folgen für das sensible Ökosystem des bolivianischen Andenhochlands sind beträchtlich. Trockenheit, Wind und Übernutzung der Böden führen unweigerlich zu Bodenerosion, wenn nicht rechtzeitig die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. Der organisch-biologische Anbau, wie er von Anapqui bereits vor vielen Jahren umgesetzt wurde, allein löst das Problem nicht. Wichtig sind zusätzliche Maßnahmen des Bodenschutzes, die richtige Bodenbearbeitung, Erntemethode und das Pflanzen von Windbarrieren. Diese Erkenntnis hat sich in Anapqui längst durchgesetzt. Jetzt gilt es die Basis zu überzeugen, zu schulen und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Der Faire Handel unterstützt diese Bemühungen den nachhaltigen Quinuaanbau zu fördern, indem er zusätzlich zum garantierten Mindestpreis eine Bio- und eine FAIRTRADE-Prämie zahlt. Aus diesen Geldern finanzieren sich erste Pilotprojekte und Maßnahmen im Einflussgebiet Anapquis. Eine wichtige Rolle übernimmt in diesem Zusammenhang der technische Arm Anapquis, PROQUINAT. Ziel des Fairen Handels mit Quinua muss es sein, den ProduzentInnen eine dauerhafte Einkommensquelle zu erschließen, ohne dadurch das ökologische Gleichgewicht der sensiblen Andenregion zu zerstören.

 

Technische Beratung und demokratische Entscheidungen

Jede der zwölf Regionalkooperativen von Anapqui wird von einem/einer technischen BeraterIn betreut. Dabei geht es vor allem um den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die Verbesserung der Anbautechniken, die interne Kontrolle im Sinne des Bio-Landbaus und die Pflege traditioneller Quinuasorten. Anapqui setzt sich für den Erhalt traditioneller Quinuasorten ein und kämpfte 1997 erfolgreich gegen die Patentierung der Apelawa-Quinua an.
 
Sowohl Anapqui als auch die regionalen Zusammenschlüsse verfügen über ein Leitungsgremium. Die wichtigsten laufenden Entscheidungen werden vom Beratungsausschuss getroffen. Dieser setzt sich aus dem nationalen Vorstand und VertreterInnen aller Regionalvorstände zusammen. Ziel Anapquis ist die Verbesserung der Lebenssituation der Quinua-ProduzentInnen durch die verstärkte Vermarktung von Quinua im In- und Ausland, technische Beratung der ProduzentInnen und deren Interessensvertretung. Wichtige Anliegen sind die Preisstabilisierung am bolivianischen Markt, Qualitätssicherung, Bio-Zertifizierung (Bolicert seit 1998), FAIRTRADE-Zertifizierung (seit 2005) und Weiterverarbeitung in der genossenschaftseigenen Verarbeitungsanlage in Challapata, einer Ortschaft im Bezirk Oruro. Die Verarbeitungsanlage beschäftigt aktuell über 70 Personen, davon 50% Frauen. Dort wird das Quinua geschliffen, gewaschen, entsaponisiert - dabei werden Quinua die natürlichen Bitterstoffe entzogen - und getrocknet. Die Sortierung erfolgt von Hand.

 

Die ProduzentInnen

Die in Anapqui organisierten KleinproduzentInnen leben im Südosten des bolivianischen Hochlandes (Altiplanos) auf einer Höhe von 3.800 m und darüber. Anapqui zählt heute 2000 Mitgliedsfamilien indigener Abstammung. Sie sprechen Aymara oder Quechua. Die AnalphabetInnenrate in der Region beträgt rund 30%. Eine Familie verfügt über ca. 15 ha karges Land, doch nur ein Drittel der Fläche kann landwirtschaftlich genutzt werden. Der Rest liegt brach bzw. dient als Landreserve. Schafe und Lamas werden zur Woll- und Fleischproduktion gehalten. Neben Quinua werden Kartoffeln und Bohnen für den Eigenbedarf angebaut. Trotz der Kolonialisierung sind zahlreiche Elemente der andinen Kultur bis heute erhalten geblieben, so auch vorkoloniale Kooperationsformen wie z. B. Hilfe mit Rückerstattung in Arbeit (ayni) oder Waren (minka). 2011 konnte Anapqui 2760 Tonnen Quinua exportieren, davon gingen alleine 820 t an den Fairen Handel. 1300 t wurden auf dem lokalen Markt verkauft. In Bolivien, wo 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt, bietet der Quinua-Anbau somit eine bedeutende wirtschaftliche Alternative, vor allem für die BewohnerInnen des Altiplanos.
 
Text und Foto zur Verfügung gestellt von

EZA Fairer Handel GmbH

 

Produkte dieser Produzenten-Organisation

EZA Bio Quinua

Man nennt es Gold der Inka – und das aus gutem Grund. Quinua ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und überaus nährstoffreich. Sie zählt zu den Gänsefußgewächsen und hat ihre Heimat im kargen Hochland der Andenländer, das sie zur Blütezeit in ein Meer aus roten Flammen taucht. Auf über 3.500 Metern Höhe, unweit des Uyuni Salzsees, kultivieren Kleinbäuerinnnen und –bauern der Genossenschaft ANAPQUI die traditionelle Sorte „Quinua real“ (Königsquinua).

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